Wer darf in der außerklinischen Intensivpflege arbeiten?
Qualifikation, Verantwortung und Herz – das macht Dich zur Pflegefachperson in der AKI
Die außerklinische Intensivpflege (AKI) gehört zu den anspruchsvollsten Bereichen der Pflege. Hier betreust Du Menschen mit komplexen Krankheitsbildern, häufig mit einem Tracheostoma und einer Trachealkanüle, mit Beatmungspflicht oder einem dauerhaft erhöhten Bedarf an Behandlungspflege. Deshalb reicht eine klassische Pflegeausbildung allein nicht aus – in der AKI arbeiten ausschließlich speziell qualifizierte Fachkräfte.

Welche Grundqualifikation brauchst Du?
Um in der außerklinischen Intensivpflege tätig zu sein, benötigst Du eine abgeschlossene Ausbildung als:
- Gesundheits- und Krankenpfleger/in
- Altenpfleger/in
- Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/in
- Pflegefachperson
Diese Basis ist wichtig, aber erst der Anfang.
Warum eine Zusatzqualifikation unverzichtbar ist
Die AKI erfordert tiefes Fachwissen über:
- Beatmungstechniken
- Überwachung von Vitalparametern
- Notfallmanagement
- Umgang mit lebensbedrohlichen Situationen
- Trachealkanülenmanagement
- Sekretmanagement
- Bedienung von Monitoring- und Medizintechnik
Deshalb brauchst Du eine anerkannte Zusatzqualifikation in der Intensivpflege. Sie vermittelt Dir das Know‑how, dass Du für eine sichere und professionelle Versorgung brauchst.
Praktische Erfahrung – Dein Schlüssel zur Sicherheit
Besonders wertvoll ist Berufserfahrung in:
- Intensiv-Pflege,
- Anästhesiepflege,
- Intermediate Care (IMC) oder
- Beatmungspflege.
Warum? Weil Du in der AKI oft allein verantwortlich bist und in kritischen Situationen schnell und souverän handeln musst. Routine gibt Dir Sicherheit – und Deinen Patientinnen und Patienten ebenso.
Soziale Kompetenzen: Das Herzstück der AKI
Neben Fachwissen zählt vor allem Deine Persönlichkeit. In der 1:1‑Betreuung brauchst Du:
- Empathie
- Geduld
- Kommunikationsstärke
- Verantwortungsbewusstsein
- Belastbarkeit
Du begleitest Menschen in herausfordernden Lebenssituationen und bist oft die wichtigste Bezugsperson im Alltag. Deine Haltung macht den Unterschied.
Teamarbeit trotz Einzelversorgung
Auch wenn Du in der 1:1‑Pflege arbeitest, bist Du Teil eines interdisziplinären Teams. Du stimmst Dich ab mit:
- Ärztinnen und Ärzten
- Therapeutinnen und Therapeuten
- Angehörigen
- Pflegedienstleitung
- Deinen Kollegen und Kolleginnen
Gemeinsam gestaltet Ihr einen individuellen Pflegeprozess, der Sicherheit, Stabilität und Lebensqualität ermöglicht.
