Aufgaben in der außerklinischen Intensivpflege

Aufgaben in der außerklinischen Intensivpflege

Deine Verantwortung in der 1:1 Intensivpflege – hochprofessionell, menschlich und unverzichtbar

Die außerklinische Intensivpflege (AKI) gehört zu den anspruchsvollsten Bereichen der Pflege. Du begleitest Menschen mit komplexen Erkrankungen im häuslichen Umfeld – oft mit Beatmungspflicht, Tracheostoma, hohem Bedarf an Behandlungspflege und kontinuierlicher Überwachung. Deine Aufgaben gehen weit über klassische Grundpflege hinaus. Du bist die zentrale Bezugsperson, die Sicherheit, Stabilität und Lebensqualität ermöglicht.

Inhalt

Ein Kind mit Pflegerin
Foto: Jona Pflegedienst

1. Kontinuierliche Überwachung des Gesundheitszustands

In der 1:1‑Betreuung behältst Du jederzeit den Überblick über:

  • Vitalparameter
  • Atemmuster
  • Bewusstseinslage
  • Kreislaufstabilität
  • Veränderungen im Allgemeinzustand

Du erkennst frühzeitig Risiken und reagierst sofort – ob bei Atemproblemen, Kreislaufentgleisungen oder anderen kritischen Situationen.

2. Professioneller Umgang mit Beatmung und Medizintechnik

In der AKI ist der sichere Umgang mit Technik essenziell. Dazu gehören:

  • Beatmungsgeräte
  • Monitoring
  • Infusions- und Spritzenpumpen
  • Absauggeräte
  • Sauerstoffsysteme

Du stellst sicher, dass alle Geräte korrekt funktionieren, und greifst ein, wenn Störungen auftreten. Besonders bei der Heimbeatmung ist Deine Expertise entscheidend.

3. Durchführung der Behandlungspflege

Zu Deinen intensivpflegerischen Aufgaben gehören:

  • Injektionen und Infusionen
  • Wundversorgung
  • Pflege von Tracheostoma, PEG, DK, Portsystemen
  • Medikamentengabe
  • Notfallmanagement
  • Notfallmaßnahmen wie Reanimation

Du arbeitest nach ärztlichen Anordnungen.

4. Grundpflege mit hoher Fachlichkeit

Auch die Grundpflege spielt eine wichtige Rolle – jedoch immer unter intensivpflegerischen Bedingungen:

  • Körperpflege
  • Mobilisation
  • Lagerung zur Dekubitusprophylaxe
  • Unterstützung bei Ernährung und Ausscheidung

Du sorgst dafür, dass Deine Patientinnen und Patienten sich wohlfühlen und Stabilität im Alltag erleben.

5. Anleitung und Unterstützung der Angehörigen

Viele Familien stehen plötzlich vor einer völlig neuen Lebenssituation. Du:

  • erklärst Abläufe
  • gibst Sicherheit im Umgang mit Beatmung und Pflege
  • stärkst das Vertrauen
  • bist Ansprechpartner für Sorgen und Fragen

So entsteht ein stabiles Versorgungsnetz, das den Alltag erleichtert.

6. Zusammenarbeit im interdisziplinären Team

Auch wenn Du in den Versorgungen allein arbeitest, bist Du Teil eines großen Teams:

  • Ärztinnen und Ärzte
  • Therapeutinnen und Therapeuten
  • Beatmungszentren
  • Pflegedienstleitung
  • Sozialdienste
  • Angehörige
  • Kolleginnen und Kollegen

Gemeinsam entwickelt Ihr die individuelle Pflege und passt sie regelmäßig an.

7. Dokumentation & Qualitätssicherung

Eine lückenlose Dokumentation ist Pflicht – und schützt Dich und Deine Patientinnen und Patienten. Du hältst fest:

  • Vitalwerte
  • Pflegeprozess
  • Veränderungen im Zustand
  • technische Parameter
  • Notfallsituationen

Damit stellst Du eine sichere, nachvollziehbare Versorgung sicher.

8. Kontinuierliche Weiterbildung

Die außerklinische Intensivpflege entwickelt sich ständig weiter. Du bleibst durch Fortbildungen fit in:

  • Beatmungspflege
  • Notfallmanagement
  • Hygiene
  • Tracheostomapflege
  • Medizintechnik und Hilfsmittel

So stellst Du sicher, dass Deine Versorgung immer auf dem neuesten Stand ist.